tage neuer musik graz

20. - 22. Mai 2016

 

Großer Minoritensaal, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz
Kulturzentrum bei den Minoriten, ImCubus, Mariahilferplatz 3/I, 8020 Graz

 

Die erstmals 2014 veranstalteten tage neuer musik graz werden 2016 von der Konzertreihe die andere saite, dem Ensemble Zeitfluss, der IGNM Steiermark, dem Kulturzentrum bei den Minoriten – Neue Musik, dem Ensemble Schallfeld sowie open music getragen und widmen sich dem Motto "Musik und Sprache", durchaus in einem sehr weiten Sinne verstanden:

 

So spannt die IGNM Steiermark mit dem Projekt mnemosyne I für Stimme, Flöte und Schlagwerk einen Bogen von der Gebärdensprache (UA von Elisabeth Harnik) über ein Stück des österreichischen Komponisten Reinhold Schinwald bis hin zu beinahe klassisch zu nennenden Werken der Neuen Musik und Elektronik von Beat Furrer, Olga Neuwirth, Brian Ferneyhough und Agostino Di Scipio.


open music lässt eines der renommiertesten Vokal- und Performanceensembles, die Berliner Maulwerker, "In Zungen reden" und wartet mit einem Programm für Artikulationsorgane, Gesten und Dinge mit Werken von Dieter Schnebel, Christian Kesten, Alessandro Bosetti und Henrik Kairies auf.


Das Ensemble Schallfeld setzt sich in seinen Programmen gerne für unkonventionelle Besetzungen und  Spartenüberschreitungen ein, zu diesem Anlass mit Stimme(n) im Rausch für Werke von Anahita Abbasi, Ondřej Adámek, Joanna Wozny und Pia Palme.


Das Ensemble Zeitfluss macht gänzlich verschiedene Interpretationen von Sprache in den Werken von Peter Ablinger und Thomas Wally in großer instrumentaler Besetzung erlebbar: Des Poèmes


sprechender klang – klingende sprache, das Programm des engagierten Vereins die andere saite präsentiert Werke der Komponisten Klaus Dorfegger, Christian Klein, Clemens Nachtmann, die von den Ensembles Zeitfluss und Schallfeld interpretiert werden, sowie Solostücke für Stimme von Thomas Amann und Elisabeth Harnik.


In (Ré-)citations, dem Konzertprogramm der Sparte "Neue Musik" des Kulturzentrums bei den Minoriten werden Solowerke von Georges Aperghis, interpretiert von der Sängerin Kerstin Gennet (Sopran), Videoarbeiten und Stücken von Peter Ablinger für das komplexe, von Winfried Ritsch konstruierte „Autoklavier“ gegenübergestellt.


Zwei Diskussionsrunden (Sa., So.) bringen zum Thema "Musik und Sprache" die Perspektiven der Schaffenden und der Wissenschaft bzw. Theorie zusammen – sie werden von der Musikologin Christa Brüstle und dem Komponisten und Autor Clemens Nachtmann geleitet und laden die Anwesenden zum Mitdiskutieren ein.

 


Freitag, 20. Mai 2016


Eröffnungsansprache: Daniel Mayer


Die Maulwerker – Dieter Schnebel: Redeübungen


(1983-84) Version 2016 für 4 Stimmen
Freitag, 20. Mai 2016, 18:00
Foyer, Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Konzert – IGNM Steiermark
mnemosyne I

Freitag, 20. Mai 2016, 18:30
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Elisabeth Harnik: im Möglichkeitsraum aus Händen (UA)

für Gebärdensprachperformerin, Stimme, Flöte und Vibraphon

Agostino Di Scipio: Audible EcoSystemics n.3b für Stimme und Live-Elektronik (2004-2005)
Beat Furrer: auf töneren Füßen für Stimme und Flöte (2001)
Olga Neuwirth: Spleen II für Bassflöte (1999)
Luigi Nono: Omaggio a Emilio Vedova für Tonband (1960)
Reinhold Schinwald: nICHt für Stimme und Flöte (2013)
Brian Ferneyhough: Mnemosyne für Bassflote und Zuspielband (1986)


Gina Mattiello Stimme

Ilona Seidel-Jerey – Gebärdensprachperformerin
Maruta Staravoitava
Flöte, Bassflöte

Manuel Alcaraz Clemente – Vibraphon
Reinhold Schinwald
Klangregie
Konzeption
: Gina Mattiello, Reinhold Schinwald, Maruta Staravoitava

Zwischen Erinnern und Vergessen: In «mnemosyne I» treffen zwei Interpretinnen aus den Bereichen Neue Musik und Theater auf einen Komponisten und Klangregisseur. Diese Zusammenarbeit zeitigt ein differenziertes Spektrum von Kompositionen für Flöte, Stimme und Live-Elektronik. Die akustischen Eigenschaften des Aufführungsraumes samt ZuhörerInnen, der Resonanzraum der Flöte sowie der Mundraum einer Performerin werden hörbar gemacht. Sprachbezogene Kompositionen fördern implizit und explizit musikalische Aspekte der Texte zutage, begreifen ihre Architektur als Ausgangspunkt für Klangstrukturen oder übertragen ihre Semantik in klangliche Metaphern. «mnemosyne I» verweist auf die Dialektik von Erinnern und Vergessen, wie auf die Möglichkeit beim Hören von Musik die Konstituierung von Zeit und Zeitbewusstsein unmittelbar wahrzunehmen.

Reinhold Schinwald

 
Elisabeth Harniks neues Werk, das in diesem Konzert uraufgeführt wird, beschäftigt sich mit der Poesie von Gehörlosen, die für uns sinnlich Hörende mit dem von ihr konzipierten Instrumentarium "übersetzt" werden wird. Gebärdensprachlicher Text nach dem Gedicht „Hände Ohne Ende" von Romeo Seifert (Video: Le Rose Daniele). Frei zitiert nach Voltaire: "Gebärdensprache ist ein Stoff den die Natur gewebt und die Phantasie illustriert hat." Der lautsprachliche Text entstand in Zusammenarbeit mit Ilona Seidel-Jerey. Mit freundlicher Unterstützung von Christian Stalzer (Institut für Translationswissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz) und dem Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz.

Elfriede Reissig

Konzert – Ensemble Schallfeld

Stimme(n) im Rausch

Freitag, 20. Mai 2016, 20:30
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

 

Ondřej Adámek: Ca tourne ca bloque für 10 Instrumente und Sampler (2007-08)
Pia Palme: Vom Rausch im Schwarm für 6 Instrumente und Windmaschine (2015)
Anahita Abbasi: Situation II / Dialoge (UA)


Joanna Wozny: like little ... sunderings (UA)

 

Elisa Azzarà – Flöte
Szilárd Benes – Klarinette / Bassklarinette
Matej Bunderla – Saxofon
Lorenzo Derinni – Violine
Myriam García Fidalgo – Violoncello
Margarethe Maierhofer-Lischka – Kontrabass
Patrick Skrilecz - Klavier / MIDI-Klavier

Marie Jacquot – Leitung
David Pirró, Davide Gagliardi – Klangregie

Gäste:
Sofie Thorsbro Pedersen – Violine
Emilia Gladnischka – Viola
Kamen Nikolov – Oboe
Edu Muñez – Fagott
Manuel Alcaraz Clemente – Schlagzeug

 

In Ça tourne ça bloque des tschechischen Komponisten Ondřej Adámek werden Aufnahmen von japanischen und französischen Textfragmenten in die Textur des Stücks eingearbeitet und von den Instrumenten imitiert. So entsteht ein ununterbrochener Austausch, in dem die Sprechstimme zu Musik wird. Die österreichische Komponistin Pia Palme inszeniert in Vom Rausch im Schwarm II das Ensemble als „sprechenden Organismus“. Neben diesen beiden Werken präsentiert Schallfeld Uraufführungen der Polin Joanna Wozny und der Iranerin Anahita Abbasi: es handelt sich um zwei neue, persönliche Interpretationen des Themenfeldes Musik und Sprache, von Seiten zweier Komponistinnen, deren sehr unterschiedlicher Hintergrund die Gemeinsamkeit aufweist, dass beide in Graz studiert haben. Stimme(n) im Rausch ist Teil von Schallfelds Konzertreihe 2016 Bridges into Europe, die sich zum Ziel setzt, österreichische Musik über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen und umgekehrt das Schaffen internationaler KomponistInnen in Graz zur Aufführung zu bringen.

Lorenzo Romano


Samstag 21. Mai 2016


Musik zur Sprache gebracht – Diskussionsrunde I*

Körper, Sprache, Stimme

Samstag, 21. Mai 2016, 15:00
ImCubus | Mariahilferplatz 3/I, 8020 Graz
Leitung: Christa Brüstle

 

Mit freundlicher Unterstützung des Instituts 14 Musikästhetik der Kunstuniversität Graz

 

* jeweils an einem Termin: Klaus Dorfegger, Beat Furrer, Elisabeth Harnik, Christian Klein, 1 Maulwerker, Clemens Nachtmann, Pia Palme, Elfriede Reissig, Winfried Ritsch, Nadine Scharfetter, Dieter Schnebel, Reinhold Schinwald, Thomas Wally, Joanna Wozny, Frank Wörner 

 

Konzert – Kulturzentrum bei den Minoriten

(Ré-)citations

Samstag, 21. Mai 2016, 18:00
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Georges Aperghis: Récitations für Stimme solo (1977-78, Nr. 1,3,4,9,10,11)
Peter Ablinger:

Quadraturen IIIf

A Letter From Schoenberg

reading piece with player piano (2006)

Quadraturen IIIg

Audioanalyse / Die Auflösung / Freud in England / Le grain de la voix

für computer-gesteuertes Klavier und Videotext (2006)

Quadraturen IIIh

DEUS cantando (God, singing)

for computer-controlled piano and screened text (2009)

Hommage a Godárd (1988/2013) Video

Thinking, Listening (2006/2013) Video

Zweites Streichquartett (2009/2013) Video

 

Kerstin Gennet – Sopran
Winfried Ritsch – Autoklavier, Klangregie, Videoprojektion

Marian Weger – Technik

 

Die Récitations für Stimme solo von Georges Aperghis dürfen als eines seiner Schlüsselwerke bezeichnet werden. Das Parlando als gestischer Kern aller Musik, so könnte, grob vereinfacht, ein kompositorisches Credo destilliert werden. Eines konkreten Inhalts beraubt, findet sich das Parlando als bestimmender Tonfall, häufig dicht und auf hohem Energieniveau, auch in vielen instrumentalen Werken von Aperghis, am auffälligsten naheliegenderweise in den Solostücken und Duos. Die häufige Verwendung theatralischer Elemente verstärkt noch die Inszenierung der instrumentalen Aufführung als Sprech- bzw. Artikulationsakt, der in den Récitations zelebriert wird.
Verzahnt werden einige dieser hochvirtuosen Stücke, interpretiert von Kerstin Gennet, mit den Quadraturen III von Peter Ablinger für das von Winfried Ritsch entwickelte Autoklavier. Hier wird das Instrument auf atemberaubende Weise selbst zum Sprecher und rezitiert u.a. Sigmund Freud und Arnold Schönberg. Wie Aperghis die Aufmerksamkeit auf das Sprechen selbst lenkt, möchte Ablinger, in bewusster medialer Überschreitung, auf den Akt des Hörens verweisen: sei es durch Videos, die – in paradoxen Schleifen – just zum Denken und Hören verleiten, oder ... ein sprechendes Klavier.

Daniel Mayer
 

Konzert – open music

In Zungen reden ... für Artikulationsorgane, Gesten und Dinge

Samstag, 21. Mai 2016, 20:00
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz


Christian Kesten: zunge lösen (1999/2002) Version 2016 für 4 Stimmen
Christian Kesten: FAHREN (1995) Version für 4 Stimmen
Alessandro Bosetti: The Pool and the Soup (2007) für 4 Sprecher
Henrik Kairies: Triosonate für Weingläser (2013)
Alessandro Bosetti: Trinitaire (2015) für 3 Stimmen
Dieter Schnebel: Maulwerke (1968-74) Fassung 2016 für 4 Stimmen

 

Die Maulwerker:
Michael Hirsch – Stimme


Ariane Jeßulat Stimme


Christian Kesten Stimme


Steffi Weismann Stimme

 

Ganz dem Motto der tage neuer musik graz 2016, musik und sprache, entsprechend, lässt „open music“ also „In Zungen reden“ und lädt mit den Maulwerkern ein solitäres, seit vielen Jahren international agierendes Ensemble erstmals nach Graz. Dass mit den Maulwerkern dabei nicht nur die Grenzen der musikalischen Sprache gesprengt werden, liegt auf der Hand. So bezeichnet schon der Begriff Zungenrede, Glossolalie, im Altgriechischen unter anderem das Äußern von unverständlichen Silben und wird in einigen religiösen Gemeinschaften als Beten im/mit dem Geist verstanden in einer Sprache, die dem Sprecher unbekannt ist. Der Akt des Artikulierens, das Herauslösen der Sprache aus ihrem semantischen Umfeld, Klangsprache, Sprachklang, reine Klanglichkeit, aber auch Gestik, Körpersprache, Performance … sind nur einige der vielen Aspekte, die bei diesem Motto zur Sprache zu bringen sind …  

Ute Pinter


Sonntag 22. Mai 2016


Musik zur Sprache gebracht – Diskussionsrunde II*

Klangsprache – Sprachklang

Sonntag, 22. Mai 2016, 15:00
ImCubus | Mariahilferplatz 3/I, 8020 Graz
Leitung: Clemens Nachtmann

* jeweils an einem Termin: Klaus Dorfegger, Beat Furrer, Elisabeth Harnik, Christian Klein, 1 Maulwerker, Clemens Nachtmann, Pia Palme, Elfriede Reissig, Winfried Ritsch, Nadine Scharfetter, Dieter Schnebel, Reinhold Schinwald, Thomas Wally, Joanna Wozny, Frank Wörner

 

Konzert – die andere saite

sprechender klang – klingende sprache

Sonntag, 22. Mai 2016, 18:00
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Christian Klein: ex desertis für Streichtrio, Klavier und Schlagzeug (1996)
Clemens Nachtmann: en dehors für hohen Sopran, Klarinette, Marimbaphon und Streichquartett (2004/05)
Klaus Dorfegger: Wenn ein Reisender... für Kammerorchester (1997)
Thomas Amann: study for portrait für Bassbariton (2012)
Elisabeth Harnik: Solo for Gertrude für Solostimme, Text nach Gertrude Stein (2011)

 

Gina Mattiello: Stimmperformance
Katia Guedes: Sopran
Frank Wörner: Bass-Bariton

Ensemble Schallfeld
Leonhard Garms – Leitung

Maria Flavia Cerrato – Klavier

 

Gäste:
Sofie Thorsbro Pedersen – Violine
Emilia Gladnischka – Viola
Esteban Belinchon – Violoncello
Christian Pollheimer – Schlagzeug

Ensemble Zeitfluss
Edo Micic – Leitung

Das radikale Hinterfragen des Verhältnisses zwischen Musik und Sprache in der Neuen Musik betrifft nicht nur den kompositorischen Umgang mit Text, sondern auch die Vorstellung von Musik als Sprache überhaupt.
Ein wichtiger Aspekt der Werke der musikalischen Avantgarde der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war zweifellos die zunehmende Irrelevanz von Semantik. Wenn literarische Ansätze schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Sprachkompositionen den halben Weg in Richtung „Musikalisierung“ der Sprache gingen, warum sollte die Musik ihr dann nicht  entgegenkommen, indem beispielsweise aus der Segmentierung und Zerlegung von Texten entstehendes phonetisches Klangmaterial ein gleichberechtigter Aspekt der kompositorischen Gestaltung wird?
Die fünf Werke des heutigen Programms reflektieren kompositorisch auf unterschiedlichste und jeweils eigenständige Weise Aspekte der Beziehungen zwischen Musik und Sprache. Bei keinem der fünf zu hörenden Werke handelt es sich um eine Uraufführung. Wie schon vor zwei Jahren stellte die Gestaltung des Programms speziell für die andere saite eine Herausforderung dar, da deren Konzerte, vom ihnen zu Grunde liegenden Konzept her, von Uraufführungen leben. Umso wichtiger war es uns, im Rahmen der tage neuer musik graz einen anderen Weg zu gehen und möglichst von Uraufführungen abzusehen.

Orestis Toufektsis

Konzert – Ensemble Zeitfluss

Des Poèmes

Sonntag, 22. Mai 2016, 20:00
Großer Minoritensaal | Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Peter Ablinger: 18 Ulrichsberger / Tänze  aus dem 7. Akt der Landschaftsoper (2008)
Thomas Wally: poème respirant (2015, UA)

 

Ensemble Zeitfluss
Edo Micic: Leitung

 

Elena Gabbrielli – Flöte
Barbara Gatschelhofer – Oboe
Arnold Plankensteiner – Klarinette
Stephanie Schoiswohl – Saxophon
Anna Toeplitz – Fagott
Daniel Palkövi – Horn
Stefan Karner – Trompete
Christian Godetz – Posaune
Janos Figula – Schlagwerk
Maija Karklina – Klavier
Jevgenijs Cepoveckis – Violine
Georgia Privitera – Violine
Daniel Oliver Moser – Viola
Aline Privitera – Violoncello
Nikolaus Feinig – Kontrabass

 

Thomas Wally, geb. 1981, gehört zur jüngeren Generation der österreichischen Neue-Musik-Szene, für die sich das Ensemble Zeitfluss seit jeher einsetzt. Wally, Komponist, Violinist und Preisträger des Toru Takemitsu Composition Award 2015, verweist mit poème respirant auf die Tatsache, dass jedes Sprechen zugleich ein Atemholen voraussetzt.
In der Landschaftsoper Ulrichsberg setzt Peter Ablinger sein Programm der Bewusstmachung des Hörens mit der Gestaltung eines ausgreifend in 7 Akten angelegten Formats fort, das verschiedene Aspekte des ländlichen Alltagslebens dokumentiert, gleichzeitig aber auch als Kunstwerk inszeniert. Interviews mit 18 Ulrichsbergern und Ulrichsbergerinnen, die im 4. Akt der Oper als Videoinstallation fungieren, dienen im 7.Akt, dem Ensemblestück mit Zuspielung der Stimmen, als Grundlage einer instrumentalen Transformation, ein poème de la réalité fern jeder romantischen Verklärung.

Daniel Mayer